Veröffentlicht von am 13 Apr, 2020 in Damen, Spielbericht


Die Höpfigheimer Damen feiern kommende Saison ihre Premiere in der Bezirksliga. Ein Meilenstein.

Natürlich wäre es schöner gewesen, man hätte den Bezirksliga-Aufstieg in der Halle direkt nach einem Spiel bejubeln können. „Doch auch so war die Freude riesengroß“, sagt Peter Bochmann, Trainer der Volleyball-Damen des SFC Höpfigheim. „Wir hatten ja auch schon befürchtet, dass die Saison für null und nichtig erklärt wird, wie das in einigen anderen Verbänden und Sportarten der Fall gewesen ist.“

Doch in diesem Fall entschieden die Funktionäre anders. Auch im Volleyball wurde die Saison wegen der Corona-Krise abgebrochen. Doch wurde hier die Tabelle zum Zeitpunkt des Abbruchs gewertet – dies aber nach einem Quotienten, ermittelt aus der Anzahl der bis dahin eingefahrenen Punkte den absolvierten Spielen. Für die SFC-Damen in der A-Klasse Nord bedeutete dies, dass sie mit 35 Punkten aus 13 Begegnungen und damit einem Quotienten von 2,69 den Aufstieg in die Bezirksliga erreicht haben. „Als die Meldung vom Verband kam, hat sie sich wie ein Lauffeuer über die diversen Kanäle verbreitet. Gefeiert wurde dann quasi per WhatsApp“, sagt Peter Bochmann, betont aber: „Die große Party werden wir auf jeden Fall nachholen.“

Nur eine Niederlage hatten die Höpfigheimerinnen im Saisonverlauf einstecken müssen. „Daher muss man schon sagen, dass sich die Mannschaft diesen Aufstieg verdient hat. Sie hat sich im Saisonverlauf stetig gesteigert. Das hat man vor allem auch im letzten Spiel beim bis dahin Tabellenzweiten Heilbronn gesehen, gegen den es einen klaren 3:0-Sieg gab. Dabei war vor der Saison nicht unbedingt mit einem solchen Erfolg zu rechnen, da wir doch einen gewissen Umbruch hatten.“

 

Doch nun hat es der SFC Höpfigheim erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga geschafft. „Das ist schon so etwas wie ein Meilenstein“, findet Bochmann, der allerdings noch nicht sicher ist, ob die Premieren-Saison wie derzeit geplant im Herbst starten wird. „Momentan ist ja nichts sicher.“ Fraglich ist auch noch, ob man weiterhin in der kleinen Melchior-Jäger-Halle spielen darf oder in die Steinheimer Riedhalle umziehen muss. „Es kann sein, dass wir im ersten Jahr eine Sondergenehmigung bekommen. Aber wenn wir uns dauerhaft in der Bezirksliga halten, ist die Halle zu klein“, sagt Peter Bochmann. Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. Im Moment warten die Höpfigheimer Volleyballerinnen vor allem darauf, dass die Krise vorüber geht und sie endlich ihre verdiente Aufstiegsparty feiern dürfen.

Von Lars Laucke/Marbacher Zeitung